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Prüfungsangst - Was kann ich tun?

Fahrschule Berges GmbH
Herausgegeben von in Führerscheinprüfung ·
Tags: Prüfungsangst

Leidest Du unter Prüfungsangst und hast schon Panik wegen Deiner Führerscheinprüfung?



In diesem Artikel möchte ich Dir zeigen was Prüfungsangst ist, wie sie entsteht und was Du machen kannst, um sie "in den Griff" zu bekommen!


Befragen wir doch zuerst einmal Wikipedia zum Thema Prüfungsangst.
Dort habe ich folgendes gefunden:
"Die Prüfungsangst (engl. test anxiety)[1] ist eine Angst vor der Bewertung der persönlichen Leistung, die den Betroffenen daran hindern kann, sein Wissen und/oder Können bei einer Prüfung unter Beweis zu stellen. Bei einem mittleren Angstlevel kann sie auch zu einer Steigerung der Leistung führen. Als Krankheit ist sie nur in Sonderfällen einzustufen. Ihrer Zuordnung nach ist sie laut DSM-IV eine Sonderform der sozialen Bewertungsangst (sozialen Phobie), wird laut ICD-10 aber als spezifische Phobie klassifiziert.[2] Prüfungsangst tritt bei Personen mit Lernbehinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten in einem größeren Ausmaß auf als bei Personen ohne solche Probleme.[3]"

Prüfungsangst ist also in einem gewissen Maße gar nicht schlecht. Was aber, wenn ich so nervös bin, dass ich meine normale Leistung nicht zeigen kann?


Die Erfahrung im Fahrschulalltag zeigt, das eine gewisse Nervosität bei der theoretischen und auch der praktischen Prüfung gar nicht schlecht ist. Sie steigert die Leistung derer, die ihre Prüfung absolvieren und kann zu hervorragenden Prüfungsleistungen führen.

Leider gibt es aber auch Menschen die vor ihrer Prüfung eine gesteigerte Angst haben. Diese wiederum kann die Wahrnehmung, das Denken und Handeln negativ beeinflussen. So kann es mitunter vorkommen, dass eine Prüfung wegen der gesteigerten Nervosität oder Angst nicht bestanden wird, obwohl das Leistungsniveau des Prüflings hoch genug ist.

Wie äußert sich Prüfungsangst?


Das Gefühl kennt sicherlich jeder:
Vor einer wichtigen Prüfung, Klausur oder einem Vorstellungsgespräch drehen sich die Gedanken darum, ob man die Situation bewältigen kann und bekommt Angst zu versagen.
Die Hände werden schwitzig, das Herz beginnt heftiger zu schlagen und die Beine fangen eventuell an zu zittern. In jedem Fall verspürt man eine gewisse Unruhe und möchte am liebsten nur noch weg.
Dieser Vorgang ist eigentlich ganz natürlich und kommt noch aus Zeiten in denen wir tatsächlich nur die Möglichkeit hatten, zu flüchten oder anzugreifen.
Auch heute erkennt der Körper, wenn uns eine Situation aufregt oder einschüchtert und sieht diese Situation als bedrohlich an. Der Körper reagiert nun so, wie er es schon immer gewohnt war, er mobilisiert seine Kräfte und schärft die Sinne.
Wir beginnen zu schwitzen um den Körper kühlen zu können, der Herzschlag erhöht sich und versorgt die Muskulatur mit Sauerstoff um von ihnen eine höhere Leistung verlangen zu können. Zu zittern beginnen wir, weil die Muskeln für den bevorstehenden Angriff, oder aber die Flucht, vollkommen "unter Strom stehen".
Im Prinzip versucht der eigene Körper also unsere Überlebenschancen zu verbessern, doch nun steht nicht der Säbelzahntiger vor uns, sondern der Prüfer, der gerne die theoretische oder praktische Prüfung abhalten möchte.
Und der gesamte körperliche Vorgang bewirkt, dass unnötige Funktionen heruntergefahren werden. So wird zum Beispiel das Denken und die Wahrnehmung in sofern eingeschränkt, dass der Betreffende sich besser auf die bevorstehende Aufgabe fokussieren kann.
Ist der betreffende aber sehr stark nervös, oder hat gar starke Angst, so schränkt der Körper diese Dinge immer weiter ein und bereitet sich nur auf Flucht oder Angriff vor. Es kommt zum "Blackout".
Leider brauchen wir aber unsere Wahrnehmung und das Denken um eine gute Leistung in der Prüfung abliefern zu können.

Man kann also festhalten, dass die Stärke der Angst vor der Prüfung Einfluss auf unsere körperliche Reaktion hat.
Hast Du sehr starke Angst vor Deiner Prüfung kann es also zum Blackout kommen.
Bist Du aber jemand, der nur leicht nervös vor der Prüfung ist, so steigert sich durch Deine geschärften Sinne sogar noch die Leistung, Deine Wahrnehmung und Deine Reaktionsfähigkeit.
Und genau das wäre wünschenswert für eine Prüfung!

Was also kannst Du gegen starke Prüfungsangst tun?


Du weisst jetzt, dass die Prüfungsangst durch eine Situation entsteht, die Dir Angst macht, oder die Du als bedrohlich einstufst. Wer in eine Prüfung geht, der fühlt sich der Situation ohnmächtig ausgeliefert, weiss nicht was ihn erwartet und bekommt Angst, ob er der Situation gewachsen ist. Ausserdem fürchtet man die Konsequenzen einer schlechten Bewertung (das Nicht-Bestehen der Prüfung).
Zudem weisst Du nun, dass Prüfungsangst normal ist, eine leichte Nervosität sogar zu besseren Leistungen führt und nur sehr starke Prüfungsangst zu negativen Leistungen führen kann (das muss nicht zwangsläufig so sein).

Es gibt zwar kein Patentrezept gegen Prüfungsangst, allerdings ergeben sich aus den oben stehenden Erkenntnissen wertvolle Tipps.

Tipps gegen Prüfungsangst:

  • Überprüfe Deine Einstellung gegenüber der Prüfungsangst. Mach Dir klar, dass es normal ist vor einer Prüfung nervös zu sein. Überlege was Dir besonders Angst macht und finde Möglichkeiten damit umzugehen.
  • Mach realistische Überlegungen dazu, was Du in der Prüfung können musst, was von Dir erwartet wird und wie weit Du mit dem Lernen und Deinem Können bist.
    Unsere Fahrlehrer werden im letzten Teil der Ausbildung immer wieder auf die Prüfung eingehen und Dir ein Feedback zu Deiner Leistung geben.
    Solltest Du aber weitere Fragen haben, lass Dir dabei von unseren Fahrlehrern helfen, frage sie nach dem Prüfungsablauf und besprich Deinen Leistungsstand mit ihnen.
  • Bau Dir Motivation auf. Nutze Dein Wissen über die leistungssteigernde Funktion von Nervosität. Sage Dir selbst, dass Du fit bist und es schaffst, auch weil Du in der Prüfung noch konzentrierter als sonst sein wirst!
  • Sollte Deine Angst dennoch sehr hoch sein und Dich plagt Unruhe und Anspannung starkt, dann versuche es mit Atem- und Entspannungsübungen. Konzentriere Dich auf eine ruhige Atmung, sag Dir, dass Du das schaffst. Damit hast Du gute Chancen Deine Angst zu kontrollieren und an Gelassenheit zu gewinnen.
  • Wenn Du Deine Gedanken nur auf Deine Schwächen und Ängste richtest, verstärkst Du Deine Prüfungsangst noch. Richte Deine Gedanken bewusst auf positive Aspekte, auf Deine Stärken und die Ziele, die Du schon erreicht hast. Schau Dir in Gedanken noch mal Deine Laufbahn als Fahrschüler an und wie gut Du inzwischen bist.
  • Damit Deine Orientierung am Ende wirklich Erfolg hat, solltest Du natürlich eine effiziente Prüfungsvorbereitung betreiben.
    • Fange frühzeitig für die Theorieprüfung an zu lernen. Lerne lieber zu viel und frage uns immer, wenn Dir etwas unklar erscheint. Nutze die Möglichkeit öfter als vorgeschrieben in den Theorieunterricht zu kommen (besonders zu Themen, die Du noch nicht sicher beherrschst), es kostet Dich bei uns nicht mehr.
    • Fixiere Dich nicht auf eine bestimmte Anzahl Fahrstunden in der praktischen Ausbildung. Niemand weiss vorher wie viele Stunden der Einzelne benötigt um alles sicher zu können. Daher können wir auch immer nur durchschnittliche Angaben machen. Es ein schönes Gefühl, wenn man unter dem Durchschnitt bleibt, aber es ist auch nicht schlimm im oder über dem Durchschnitt zu sein. Später sieht man einem guten Autofahrer auch nicht an, ob er viele oder wenig Stunden gebraucht hat.
      Dein Fahrlehrer wird mit Dir in der praktischen Ausbildung immer wieder die Dinge üben, die Du noch nicht sicher beherrschst und mit Dir zusammen an Deiner Prüfungsreife arbeiten.
  • Wir dürfen Dich erst zur theoretischen oder praktischen Prüfung vorstellen, wenn wir überzeugt sind, dass Du es auch schaffst.
    Wenn Du also Deine Prüfungen machst, dann sind wir davon überzeugt, dass Du die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Verkehrsteilnehmer, sowie die Prüfungsreife erreicht hast und die Prüfung auch schaffen wirst. Wir glauben an Dich, glaube auch Du selbst an Dich und das Du es schaffst!

Blackout in der Prüfung


Abschliessend würde ich noch gerne kurz auf die Angst vor einem Blackout eingehen.
Ein Blackout ("Es ist alles weg was ich wusste") tritt in der Regel nur bei sehr hoher Prüfungsangst und Stress auf! Tatsächlich kommt es zu einer Störung des Gedächtnisses, wenn man die Situation physiologisch betrachtet. In Wirklichkeit ist aber nicht alles weg, es lässt sich auch wiederfinden.

Tipps um einem Blackout vorzubeugen

  • Atme tief durch und versuch "runterzukommen", wenn Du merkst dass der Stresspegel sehr hoch wird.
  • Nutze Fahrtunterbrechnungen wie nach der Parkübung, dem Umkehren oder beim Warten vor einer roten Ampel um tief durchzuatmen, Ruhe zu gewinnen und neue Konzentration zu fassen.
  • Bitte den Prüfer notfalls um eine kurze Pause.

Für alle Fragen stehen wir Dir gerne zur Verfügung und freuen uns Dich zu Deinem Erfolg begleiten zu können.


1 Kommentar
Durchschnittliche Bewertung: 115.0/5
Carsten Schmidt
2017-05-12 09:08:21
Hallo erst einmal, Also ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem Thema Prüfungsangst. Ich selber habe sie LEIDER. Mit gutem gewissen kann ich auch von mir behaupten, dass sie so Stark ist das ich das Gefühl habe ein absoluter Versager zu sein. Ein gestandener Mann der mitten im Leben steht bekommt nicht auf der Kette, ein Simplen Führerschein zu machen. Für die damalige Klasse 3 habe ich 5 Anläufe gebraucht. Diesmal bin ich dran die Klasse C,CE zu machen. Das gute daran ist, das ich den Bezahlt bekomme und ich somit viel mehr unter Druck stehe die Prüfung zu bestehen. Aber wie das so ist im Leben, bin ich zwei mal durchgerauscht. Zauberwort Blackout. Ich sitze vor dem Sch.... Rechner und weiß nichts. Das berühmte Brett vorm Kopf. Man versucht alles zu machen was so im Internet geschrieben wird. Vor der Prüfung am besten nicht zur Arbeit gehen, Vor der Prüfung Atemübungen machen, Vor der Prüfung eine runde Joggen, usw. Alles versucht und getan. Am ende wird es einem mit den Worten "Tut mir Leid, Leider nicht bestanden" gedankt. Und wenn das zwei mal hinter einander Passiert, fühlt man sich regelrecht als Versager. So ist es zumindest bei mir. Ich bin auf jeden Fall am Ende mit meinem Latein. Komisch ist nur, wenn ich mit Kameraden übe, bestehe ich die sch...... Fragen. Die Zeiten sind leider vorbei wo man noch mit den Prüfer abends ein Bier getrunken hat und bei der Theorie noch geholfen wurde im sinne von " Schau dir die Frage noch mal genauer an" Wenn man das glauben kann was so die Älteren Herren erzählen. In Theorie bin ich eine absolute Niete aber Praktisch kann ich mit etwas Übung alles Fahren was Räder hat. Aber leider geht das eine ohne das andere nicht. In diesem Sinne wünsche ich noch ein wunderschönes Wochenende. Grüße aus Monheim am Rhein


24.05.2018
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